Reisetipps für die Tauchreise

Take nothing but memories - leave nothing but bubbles.

Der Untertitel zu dieser Seite ist eigentlich so eine Art Leitlinie für alle Taucher. Geh nicht in der Erwartung, irgendwelche Andenken aus dem Meer mitzubringen. Das ist nicht nur in den meisten Fällen streng verboten, sondern kann sogar dazu führen, dass du am Flughafen festgenommen wirst. So darf man aus Italien beispielsweise keinen Sand mitnehmen und in Griechenland darf der Taucher einen archäologischen Fund nicht mit an die Oberfläche bringen, sondern muss ihn der zuständigen Behörde melden.

Muscheln

Kümmere dich rechtzeitig um deine Papiere. Dazu gehören Personal­ausweise/Reise­pässe. Diese am besten schon Monate vorher prüfen, da abgelaufene Pässe oft nicht kurzfristig neu beschafft werden können, diese bei Einreise in der Regel aber noch mindestens 3 Monate Gültigkeit haben müssen. Für einzelne Länder sind VISA erforderlich (z. B. für die USA ESTA Application). Stelle sicher, dass deine tauchsport­ärztliche Freigabe vorliegt und gültig ist und erkundige dich beim Hausarzt, beim Tropeninstitut oder Reiseveranstalter, ob er Impfungen für das Reisegebiet empfiehlt und denke auch an den internationalen Impfpass.

Aber auch die Tauchunfallversicherung gehört dazu. Als VDST-Mitglied hast du sowohl die Tauchunfallversicherung als auch eine Reisekrankenversicherung.

Ausweise und Pässe

Klären musst du auch, ob und welches Bargeld du vor Ort (oder auf dem Schiff) in welcher Währung benötigst oder wie du sonst bezahlen kannst. Vielfach ist nur die Kreditkarte verwendbar, weil die Girocard im Ausland nicht an das deutsche Bankensystem angebunden ist. Eventuell kann nur die mit der Girocard vorhandene Debitkarten-Funktion (VPay oder Maestro) verwendet werden. Aber auch das ist nicht immer möglich. In jedem Fall solltet Ihr die Gültigkeit eurer Kreditkarte prüfen und sicherstellen, dass ihr die PIN für Bargeldabhebungen mit der Kreditkarte kennt.

Geldscheine

Bevor du dich für eine Tauchbasis entscheidest, erkundige dich über die Betreiber, deren Ausstattung und Kenntnis der Umgebung. Zu welchen Kosten kannst du dir die Tauchausrüstung ausleihen,welche Qualität (bekannte Hersteller, vorhandene Größen) und wie aktuell ist diese? Ist es sinnvoll, sich eine bestimmte Ausrüstung zu reservieren? Oder musst du sogar die eigene Ausrüstung mitbringen? Am besten ist es, wenn du dich auf Empfehlungen und Erfahrungen von Clubmitgliedern stützen kannst.

Oder: wo ist die nächste Deko-Kammer und wie schnell ist sie zu erreichen?

Auf der Tauchbasis

Sofern du noch keine Tauchausbildung hast, versuche, diese noch in Deutschland zu machen. Hier ist der Standard gerade bei den VDST-Clubs sehr hoch und auch viel preiswerter als auf der Tauchbasis. Im Flugverkehr gibt es den Begriff des „Rusty Pilots“, wenn ein Pilot lange nicht mehr geflogen ist. Analog könnte man von einem „Rusty Diver“ sprechen, wenn du beispielsweise ein typischer Urlaubstaucher bist und lange nicht mehr getaucht hast. Dann kannst du in deinem VDST-Club sicher sehr leicht mit einem erfahrenen Tauchlehrer oder Buddy noch den ein oder anderen Tauchausflug machen. Das kann schon deshalb wichtig sein, weil manchmal (z. B. für Marineparks in Ägypten) eine bestimmte Anzahl geloggter Tauchgänge vorausgesetzt wird. Kannst du das nicht nachweisen, dann musst du unter Umständen die ersten Urlaubs-Tauchtage mit teuren Check- und Auffrischungs­tauchgängen verbringen. Das kann dir auch passieren, wenn der letzte geloggte Tauchgang sehr weit zurückliegt.

Bojen setzen

Wenn du deine eigene Tauchausrüstung mitnehmen willst oder das sogar gefordert wird, ist es um so wichtiger, noch einige Checktauchgänge zu Hause zu machen. Eventuell hast du auch einige Ausrüstungsteile neu erworben und da ist ein Check dringend angesagt. Der Tauchlehrer deines Clubs arrangiert sicher gerne einen Checktauchgang mit dir. So bist du vor unliebsamen Überraschungen weitgehend sicher. Bitte denke auch daran, dich bei mehrtätigen Tauchsafaris mit einigen Ersatzkomponenten (O-Ringe etc.) auszustatten.

Ganz besonders wichtig: erkundige dich, wieviel Gepäck (Gewicht) du mitnehmen darfst und nimm die Angaben genau. Gerade in Asien haben wir erlebt, dass streng nachgewogen wird und Übergewicht bezahlt werden musste. Erkundige dich in jedem Fall bei der Fluggesellschaft, damit du auch weißt, wie die Abwicklung bei Sportgepäck ist. Mit Sicherheit musst du es separat anmelden und bezahlen.

Die Vorschriften und Vorgaben der Fluggesellschaften sind auch bezüglich des Transports von Akkus, Batterien und Lampen besonders zu beachten.

Lustiges Reisegepäck

Wenn du deinen Koffer packst, dann bedenke, dass es landesspezifisch eine Art Dresscode geben kann. Das ist religiös oder nur kulturell bedingt. Aber es ist Zeichen mangelnden Respekts diesen Menschen und Kulturen gegenüber, wenn du das nicht berücksichtigst. Oberteile mit weitem Ausschnitt oder Miniröcke entsprechen beispielsweise nicht islamischen Kleidervorschriften. Und Hosen müssen mindestens das Knie bedecken.

Das können wir gut finden oder nicht. Aber wir sind Gast in diesen Ländern und möchten vielleicht gerne einmal wiederkommen.

 

Muslimische Frauen beim Coctail

Am Tag des Rückfluges keinen Tauchgang mehr unternehmen. Im Tauchkurs hast du gelernt, dass zwischen dem letzten Tauchgang und dem Rückflug mindestens 24 Stunden liegen sollen. Nimm das bitte ernst und lass dich nicht von Besserwissern und Abenteurern verführen.

Tauchcomputer

Je nach Reiseziel oder Art der Tauchsafari können die Vorbereitungen mehr oder weniger umfangreich ausfallen. Das sollte der Reiseveranstalter oder die Tauchbasis aber genau vorgeben. Eine Garantie für Vollständigkeit können wir hier nicht geben. Und die Packlisten muss jeder selbst erstellen. Das ist nicht nur wichtig für die Hinreise, sondern auch für die Rückreise. Damit keine Lampe und kein  Netzteil vergessen wird.